LUKAS LOSS
IN THE CAGE
Eine Musikvisualisierung dreier Stücke der Konzertreihe "in the Cage: Visual Music" im Partika-Saal der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Die Visualisierungen setzen sich mit den Begriffen Autonomie, Zufall und Stille auseinander, Leitthemen die auch John Cage in seiner Musik immer wieder aufgriff.

Winter Music
Das auf vier Flügeln gespielte Stück wird als Dialog der Instrumente und ihrer Spieler aufgegriffen. Jeder Flügel wird mit einem Elektromagneten in einem Aquarium verbunden. Das Anspielen einer Taste aktiviert den zugewiesenen Magneten und sorgt dafür, dass dieser die in dem Aquarium befindliche magnetische Flüssigkeit an sich zieht. Das Ergebnis ist ein Nehmen und Geben zwischen den Instrumenten, eine visuelle Übertragung des musikalischen Zusammenspiels mit eigenen physikalischen Gegebenheiten.

Ballet Parade
Die Visualisierung zu dem Orchesterstück von Eric Satie setzt den Fokus auf die Arbeit des Dirigenten. Ausgestattet mit Beschleunigungssensoren und einem Hirnstrommessgerät ist dieser neben der Anweisung der Musiker auch maßgeblich für die Visualisierung des Stücks verantwortlich. Die direkte Auslesung seiner Biodaten beeinflusst ein Netz aus städtischen Fragmenten, natürlichen Strukturen und abstrakten Elementen.

Williams Mix
Der elektronischen Komposition von John Cage wird durch die Visualisierung der Aspekt der Ruhe hinzugefügt. In einem Freibad gedrehte Szenen zeigen in Zeitlupe Sprünge, Tauchgänge und Bewegung im Wasser. Der Betrachter kann durchatmen und sich durch die visuelle Ruhe ganz auf die Acht-Kanal-Klangkomposition einlassen.
Kooperation: Stephan Kugler, Bryan Mischling, Stefan Zimmermann